Das Brechelbad zu Webersberg gehört zum Anwesen des Paulseppelbauern Hans Steiner in Seeham-Webersbeg und liegt auf einer Anhöhe. Von dort aus bietet sich ein atemberaubender Blick über den Obertrumer See. Der Paulsepplbauer hat die Hütte, wo bis in die Fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts der Flachs aufbereitet, also gebrechelt, wurde, vor sechs Jahren revitalisiert und zu einem kleinen Museum umfunktioniert. Weil der Teufel aber nicht schläft, schon gar nicht in Webersberg, machte Hans Steiner 2005 erstmals das Brechelbad zur Freiluftbühne. Damit geht für ihn ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

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Brechlbad

Brechelbad-Museum
Paulsepplgut
Webersberg 5
5164 Seeham

Veranstaltungen

Veranstaltungskalender

Das Brechelbad

Im sogenannten Brechelbad wurde Flachs gedörrt, ehe dieser mit Hilfe der Brecheln gebrochen wurde um die Leinenfasern zu gewinnen. Auf Grund der Feuergefahr wurde es abseits des Wohnhauses errichtet.

Das Brechelbad fand auch als bäuerliches Schwitzbad, ähnlich der heutigen Sauna, Verwendung. Solche Schwitzbäder sind im Alpenraum bereits im 16. Jahrhundert nachgewiesen. Das Aussterben dieser Schwitzbäder gegen Ende des 18. Jahrhunderts hatte mehrere Gründe. Einerseits wegen des Badeverbotes aus sittlichen Gründen, das im Jahre 1736 erlassen wurde, andererseits der hohe Holzverbrauch. Sowohl das Heizen als auch die vielen Gebäude selbst verschlangen viel Holz, welches für die Salinen benötigt wurde. Auch die aufgetretene Ansicht von der Schädlichkeit solcher Schwitzbäder war ausschlaggebend für ihr Verschwinden.

JUCHIZER, der Klick zum Anhören und Anschauen!Eine zeitlang konnten sich diese Brechelbäder in Verbindung mit dem Dörren von Flachs noch halten, aber die moderne Bekleidungsindustrie mit Baumwolle und Kunstfaser nahm diesen kleinen Bauten im 20. Jahrhundert endgültig ihren Platz auf den Bauernhöfen. QUELLE: SALZBURGWIKI